Baselworld 2016: neue Stoffe, erstes Grün

Acht Tage lang hat das MeisterSinger-Team im Trubel der Baseler Uhrenmesse Juwelieren und Journalisten die Neuheiten vorgestellt. Und noch ist gar nicht klar, was davon am meisten Interesse gefunden und Lob bekommen hat: das hauseigene Automatikwerk der neuen Circularis sowieso, aber auch die zarte Phanero und der Einblick in die transparente Salthora Meta.

Kollage

Auf jeden Fall griffen alle nach den Uhren in Rensing-Green. Kein Wunder, denn immer noch bestimmen bei vielen Anbietern kalte Blau- und Grautöne die Ziffernblätter. Ein erstes (bisschen) Grün zeigte sich sonst nur bei Omega auf einer zugegeben beeindruckenden Speedmaster-Lünette. Dass MSA01 der Circularis Automatik war dazu eines der ganz wenigen neuen Werke, die in diesem Jahr auf der Messe zu sehen gab – und, mal nebenher, darunter sicherlich das schönste.

Dreidimensionalität der Zifferblätter, Skelettierungen und tiefe Einblicke waren als Messe-Thema ja schon absehbar gewesen. Umso interessanter sind sie da, wo sie nicht nur Selbstzweck sind, sondern den Blick auf die Konstruktion von Werk (Girard-Perregaux) oder Schale (Chronoswiss Regulator) lenkt.

Dazu ging es oft um ungewöhnliche Materialien – wiederum nicht im Werks-, sondern im Gehäusebau: um so Traditionelles wie Bronze (Tudor, Oris), Transparentes (Saphirgehäuse bei Hublot) oder neue, leichte und zugleich belastbare Metall-Legierungen und Hightech-Keramik/Carbon/Kunststoff-Verbundstoffe. Für MeisterSinger ist das, im Moment, kein Thema. Aber das Team weiß, dass es der Uhrenbranche nur gut tut, wenn sie neben den bewährten Wegen auch immer wieder neue ausprobiert.