#AskManfredAnything 13.05.2016

Steven de Vool hat gefragt: Herr Brassler, ich habe gelesen, dass Sie Piano spielen. Seit wann spielen Sie und was ist Ihr Lieblingslied?

Manfred_Piano

Hallo Steven,

mit 12 Jahren musste ich mir den Klavierunterricht und ein Klavier regelrecht erkämpfen. Ich war spät dran, aber meine Begeisterung war ohne Grenzen. Der pensionierte Lehrer Benedikt Nett brachte mir mit dem Leiterwagen alle Noten, die er wegen seiner Gicht nicht mehr spielen konnte.
Und jetzt begann das Entdecken. Ganze Nachmittage versuchte ich notenlesend die Stücke mehr recht als schlecht zum Klingen zu bringen. So lernte ich sehr gut vom Blatt zu spielen. Etüden und Übungen „durch alle Tonarten“ dagegen waren mir häufig ein Greuel.
Meine absolute Begeisterung gilt bis heute Bach. Fast alle Klavierstücke, die ich von ihm kenne (und ich kenne alle) sind perfekt. Jedes hat einen Anfang und ein Ende und alles dazwischen ist schlüssig und perfekt abgestimmt. Und wenn man mitunter denkt, es wäre perfekt gewesen, die Durchführung den Erwartungen entsprechend zu machen, dann überrascht er einen und geht einen „Königsweg“ der direkt in den Musikhimmel führt. Das tolle ist, dass ich viele Stücke schon tausendmal gespielt habe und doch wirken sie jeden Tag neu und belebend. Das ist wie ein Wunder. Irgendetwas steckt darin, was das Tiefste in einem zum Erklingen bringt. Ein Eigenversuch hat ergeben, dass das bei allen anderen Komponisten – einschließlich Mozart und Beethoven – bei mir nur selten so ist.
Auf eine Art versuche ich mich jeden Tag bei der Gestaltung der MeisterSinger Uhren mit einem solchen Anspruch zu messen. Die Uhr soll klar und ausgewogen sein und trotzdem einer subtilen inneren Spannung nicht entbehren. Die viel zitierte „Einheit in der Vielfalt“ eben. Wenn man das auf Uhren herunterbricht mag das pathetisch oder übertrieben klingen. Aber immerhin tragen tausende von Menschen MeisterSinger Uhren am Arm.  Und ich freue mich natürlich wenn mir Kunden schreiben, dass sie MeisterSinger Uhren für perfekt abgestimmt halten und so etwas wie eine beruhigende innere Kraft spüren.

Was wäre das wohl geworden, wenn es Präludien und Fugen von mir gäbe? :)

Ihnen eine gute Zeit,

Ihr
Manfred Brassler

 

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