Schöner Schmuck, feine Uhren, glückliches Gamlitz

Renate und Josef Krisper überzeugen ihre Kunden mit Ideen, Stil und Service

Im südsteirischen Gamlitz betreibt das Ehepaar Krisper sein Schmuckatelier. Für das anspruchsvolle Publikum gibt es maßgefertigte Trauringe – und Uhren von MeisterSinger.

Gamlitz ist ein Idyll, mit einem über und über blumengeschmückten Ortskern, bunten Fassaden und urigen Gasthäusern. Schon seit ein paar Jahrzehnten setzt die Marktgemeinde erfolgreich auf den Tourismus und lässt sich dafür allerlei einfallen. 2005 fand im alten Schloss Gamlitz eine Hochzeitsmesse statt, auf der ein junger Goldschmied seinen weststeirischen Betrieb vertrat: Josef Krisper kannte und schätzte Gamlitz von zahlreichen Rennradtouren durch die ganze Region. Und er stellte fest, dass es in der Gemeinde keinen Juwelier, aber eine Menge potentielle Kunden gab, Einheimische wie Gäste.

Nur ein Jahr später eröffnete Krisper sein Geschäft am Marktplatz, in dem er zweierlei verbinden wollte: „Ich hatte jahrelang vor allem Schmuckstücke repariert; in meinem eigenen Atelier konnte ich meine Ideen umsetzen und im Laden wirklich hochwertige Ware anbieten.“ Dazu gehört für ihn auch eine technisch überzeugende und ästhetisch eigenständige Uhrenkollektion. In seinen Schaufenstern sind neben elegantem Perl- und Goldschmuck die Uhren von MeisterSinger ausgestellt. Er selbst trägt eine Unomatik am Milanaiseband.

Schöne Steiermark: Peter und Paul-Platz mit Pfarrkirche in Gamlitz
Schöne Steiermark: Peter und Paul-Platz mit Pfarrkirche in Gamlitz
Das Besondere als Juwelier auf dem Land

Selbst auf dem Land geboren, wusste Krisper aber auch, dass ein Juwelier auf dem Land noch ganz andere Aufgaben hat: „Natürlich repariere ich den kleinen Kindern auch die Gummis in ihren Armbändchen oder mache eine verschmutzte Uhrenkrone wieder gängig. Das kostet selbstverständlich nichts, das gehört für mich einfach dazu.“ Einen großen Teil der Arbeit im Schmuckatelier mit seinen vier Mitarbeitern macht das Trauringgeschäft aus. Dabei wählen die Brautpaare nicht etwa aus dem Katalog, sondern lassen sich im Atelier anfertigen, was sich im Gespräch – vornehmlich zwischen der Braut und Renate Krisper („Meine Frau verkauft viel besser als ich“) – als Herzenswunsch herausgestellt hat.

Dieser Service und die Tatsache, dass die Krispers ihr Geschäft auf Wunsch gern auch mal am Abend oder am Wochenende aufsperren, kostet, natürlich, jede Menge Zeit. Zeit, die sie nicht bereuen, weil ihnen die Arbeit Freude macht („Als Goldschmied kann ich tun, was ich will“) und weil sie zu einem Leben dort gehört, wo andere Urlaub machen.

Josef Krisper bei der Arbeit: am Handgelenk ein MeisterSinger-Schätzchen – die Unomatik.
Josef Krisper bei der Arbeit: am Handgelenk ein MeisterSinger-Schätzchen – die Unomatik.
Beschränkung aufs Wesentliche

Zum Skifahren kommen sie selten, zum lange schon geplanten Bergsteigen nie, aber: „In der Mittagspause fahren wir einfach mit dem Rad und einem Picknickkorb auf den Berg hinauf“, schwärmt Josef Krisper. Von dort gibt es den schönsten Blick über die hügelige Landschaft, in der Weinberge und Wälder wechseln, bis weit hinein nach Slowenien, das  längst wieder grenzfrei mit dem alten Nachbarn verwächst.

Die Uhren von MeisterSinger lernte Josef Krisper bei einem Besuch der Münchener Inhorgenta kennen. Ihm gefiel, dass sie die Zeit zeigen wie die frühen Kirchturmuhren, und dass im Entwurf der Gehäuse, der Gestaltung der Zifferblätter und der Auswahl der Armbänder dieselbe  professionelle Sorgfalt erkennbar ist, mit der er seinen Schmuck herstellt: „Eigentlich mag ich keine blauen Uhren, aber das saphirblaue Blatt auf der No. 03, mit dem Sonnenschliff, die ist ganz großartig.“

Seit vier Jahren hat das Schmuckatelier die MeisterSinger-Kollektion im Programm. Ja, natürlich seien das ungewöhnliche Uhren, aber er selbst trage seine MeisterSinger am Handgelenk, weil sie bestens zu seinem Leben passt, in dem er nicht viel Zeit hat, sie sich aber selbst einrichtet – und dabei bestimmt nicht auf die Minute achten mag und muss. Und auch den Kunden müsse er das Prinzip und den Wert der Einzeiger-Uhr zumeist gar nicht erklären.

Die Beschränkung aufs Wesentliche macht hier im Süden der Steiermark viel aus, beim einfachen, aber köstlichen Essen der Region genauso wie bei Oldtimer-Rallyes, in deren Rahmenprogramm Josef Krisper erfolgreich MeisterSinger-Uhren anbietet. Die Krispers jedenfalls mögen ihr Idyll. Und haben noch viel vor.