Eleganz mit historischem Kern

Wer Ludwigsburg besucht, kommt womöglich wegen des architektonischen und kulturellen Erbes der ehemaligen Residenzstadt – und wegen des famosen neuen Geschäfts von Juwelier Hunke.

Vom Marktplatz aus haben die Besucher gleich zwei Kirchen aus der Gründungszeit der Stadt im Blick. Ganz in der Nähe der protestantischen, aber darum nicht weniger barocken Stadtkirche hat vor wenigen Monaten die Firma Hunke ihre neuen Geschäftsräume eröffnet – und die sind eine Sehenswürdigkeit für sich. Eine ganze Reihe von Schaufenstern an der Fassade des Eckhauses zeigt die Vielfalt des Angebots; hier sind auch die Highlights der aktuellen MeisterSinger-Kollektion ausgestellt. Innen erwartet den Besucher ein ganz besonderes Raumerlebnis mit immer neuen Perspektiven und der spannungsvollen Verbindung von historischen Strukturen und moderner Architektur. Über dem Zentrum öffnet sich ein Lichthof, gibt den Blick frei auf die Uhremacherwerkstätten im Obergeschoss. Darunter werden die Kunden an einer großzügig dimensionierten Bar zum Espresso gebeten.

Architekten: Ippolito Fleitz Group Identity Architects - Fotografie: ©Zooey Braun - Veroeffentlichung nur gegen Honorar, Urhebervermerk und Beleg / permission required for reproduction, mention of copyright, complimentary copy, FUER WERBENUTZUNG RUECKSPRACHE ERFORDERLICH! / PERMISSION REQUIRED FOR ADVERTISING!
Eleganz mit historischem Kern – das famose neue Geschäft von Juwelier Hunke in Ludwigsburg.

Frank von Halász, der mit Ehefrau, Schwägerin und Schwager die Leitung des Familienunternehmens bildet, erinnert sich: „Die Bauarbeiten haben zwei Jahre gedauert – die Planungsphase zuvor aber auch drei Jahre.“ Vor allen Dingen galt es Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten. Und bei Hunke machte man keine Kompromisse, sondern nutzte die Substanz. Die Räume im Erdgeschoss umschließen einen großen Kubus, der mit elegantem Metallgeflecht ummantelt wurde. Sein verblüffender historischer Kern erschließt sich über den Zugang auf der Rückseite. Hier blieb die „gute  Stube“ des über Generationen hier ansässigen Geschäfts erhalten, mit Jugendstil-Mobiliar, Wendeltreppe und alten Fotografien. „An diesem Tisch hat auch mein Schwiegervater immer ein Begrüßungs-Glas trinken müssen“, weiß von Halász. Eingefügt in das abwechslungsreiche, helle Raumgefüge, das bei Um- und Ausbau entstanden ist, wirkt das Zimmer weniger museal als vielmehr geschickt inszeniert, wie ein Kontrapunkt zur weltläufigen Eleganz des Geschäfts.

Faible für klassische Ästhetik

Zu dessen Traditionen gehört auch die Verbindung von Augenoptik und Uhrmacherei; das neue Haus verfügt dazu über zwei separate Eingänge. „Mein Schwiegervater besitzt noch beide Meisterbriefe; ist Augenoptiker und Uhrmacher“, erklärt Frank von Halász. „Und in den alten Räumlichkeiten hatte die Verbindung der beiden Bereiche durchaus Sinn: Wer auf die Reparatur seiner Brille wartete, schaute auch mal zum Schmuck rüber.“ Verbindungstüren gibt es auch heute noch zwischen den Bereichen, aber schnell mal rüberzuschauen dürfte schon wegen des Angebotsumfangs kaum noch möglich sein. Hunke führt allein 17 Uhrenmarken, von den Produkten großer Schweizer Traditionshäuser über kleine, feine deutsche Marken bis hin zu elektronischen Spezialitäten aus Japan und den USA. Wie andere Juweliere auch beobachtet von Halàsz, dass die Kunden immer besser über das Angebot der Marken und die technischen Spezifikationen der einzelnen Modelle informiert sind. „Viele kennen auch MeisterSinger schon, entdecken die Kollektion in unserem Schaufenster und fragen dann gezielt danach“, sagt er.

„Anderen schlagen wir die Einzeigeruhren vor, wenn wir in einem Beratungsgespräch bemerken, dass jemand ein besonderes Faible für Uhren aus Deutschland hat. Dann entsprechen die MeisterSinger-Modelle ästhetisch oftmals genau seinen Ansprüchen – auch wenn sich am Ende manch einer doch nicht mit ihrem Anzeigeprinzip anfreunden kann.“ Eine Abweichung davon allerdings würde sich von Halász gar nicht wünschen, schätzt er doch an den Uhren aus Münster ihre gestalterische Prinzipientreue. Und das geht seinen Kunden offenbar genauso. Viele von ihnen arbeiten in technischen Berufen und der ortsansässigen Autozulieferindustrie. Trotzdem entscheiden sie sich bei den Einzeigeruhren nicht für springende Stunden und andere mechanische Finessen aus dem Programm, sondern für die Klassiker: die No.01 etwa oder eine Pangaea.

Bekenntnis zum Einkauf vor Ort

Hunkes Kunden kommen auch aus dem viel größeren Stuttgart nach Ludwigsburg. „Auch wer ein bekanntes Gesicht hat, fühlt sich hier auf dem Markt endlich einmal unbeobachtet“, erklärt Frank von Halàsz. Und manch einer, der, angezogen von den Berichten in der Lokalpresse und Architekturzeitschriften, die neuen Geschäftsräume des Juweliers besichtigen wollte, hat dabei gleich deren Diskretions-Potential erkannt: „Der Vorteil unseres Hinterhofs wurde uns erst klar, als der erste prominente Kunde dort parkte und mit seinem Leibwächter durch den Seiteneingang kam“, erinnert er sich. Innen ist auch ohne Separées für genug Privatheit gesorgt. Im Obergeschoss folgt eine Zimmerflucht der kleinteiligen Struktur des Altbaus; In diesen Räumen suchen die Kunden ganz ungestört ihre Trauringe aus – und passenderweise mit Blick auf die Stadtkirche. „Gerade der Trauring-Bereich hat von unserem Umzug stark profitiert, sagt von Halász, „aber er führt die neuen, jungen Kunden zum Schmuck, nicht zur Uhr.“ Um das Publikum auch für hochwertige Zeitmesser zu begeistern, setzt das insgesamt 45-köpfige Hunke-Team auf exklusive Events, bei denen einzelne Marken vorgestellt und die Produkte präsentiert werden. Auch hier bietet das Geschäft jetzt ganz unterschiedliche atmosphärische Möglichkeiten, die erst noch ausgelotet werden. Schließlich ist das neue Haus auch ein Bekenntnis: „Wir glauben fest an den Einkauf vor Ort, betreiben darum derzeit keinen Online-Shop. Unser Geschäft ist quasi der Gegenentwurf dazu – für zeitgemäßen Einkauf mit größtem Komfort“, erklärt von Halász. „Das bedeutet natürlich nicht, dass wir etwas gegen moderne Technologien hätten – wir haben in unserem Team ja auch einen Social-Media-Experten. Und dass auch MeisterSinger selbst einen Shop betreibt, schätzen wir durchaus. Schließlich sind wir als Juwelier beteiligt, wenn der Kunde die Uhr, die er im Netz ausgesucht hat, bei uns abholt.“ Außerdem kann man sich bei Hunke sicher sein, dass der Besuch in den famosen Räumlichkeiten einen glänzenden Eindruck hinterlässt – und der reicht bis weit vor die Tür.

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Architekten: Ippolito Fleitz Group Identity Architects - Fotografie: ©Zooey Braun - Veroeffentlichung nur gegen Honorar, Urhebervermerk und Beleg / permission required for reproduction, mention of copyright, complimentary copy, FUER WERBENUTZUNG RUECKSPRACHE ERFORDERLICH! / PERMISSION REQUIRED FOR ADVERTISING!
Die „gute Stube“ des Traditionsunternehmens bildet einen Kontrapunkt zur weltläufigen Eleganz des Geschäfts.