Rituals of the World – Tomatina

Pitsch, patsch: Tomatina in Buñol

Schon klar: Man soll nicht kleckern. Und erst recht: Mit Lebensmitteln spielt man nicht! Umso mehr Spaß macht es natürlich, es trotzdem zu tun, einmal im Jahr und mit großer Hingabe. Am letzten August-Mittwoch findet im spanischen Städtchen Buñol die „Tomatina“ statt, eine große fröhliche Tomaten-Schlacht, bei der niemand und nichts verschont bleibt und der Tomatensaft knöchelhoch in den Straßen steht.

Das Dorf Buñol im Ausnahmezustand: Bei der Tomatina feiern Touristen und Einheimische gemeinsam.

Tausende Einwohner – und Zehntausende Touristen – bewerfen einander mit Tonnen der überreifen Früchte, die zuvor von den Bauern der Umgebung auf die Plaza de Pueblo gekippt worden sind. Das glitscht und patscht noch weit mehr, als es Kleinkinder mit Brei oder Fingerfarben hinbekommen. Der ernste historische Hintergrund des Spektakels ist – nicht existent. Die ursprünglich religiöse Bedeutung der Sauerei – gibt es auch nicht. Die Tomatina ist einfach ein Riesenspaß. Natürlich ranken sich ein paar Legenden um ihre Entstehung in den 1940er-Jahren, aber die sind alle ganz profan: Ein Nachbarschaftsstreit soll der Ursprung sein oder die matschige Kritik eines Gemüsehändlers an einem erbärmlich schlechten, aber wehrhaften Straßenmusiker, der die auf ihn geschleuderten Tomaten umgehend zurückwarf.

Erst quetschen, dann schleudern

Unsere Uhrenempfehlung zur Tomatenschlacht: Die Salthora Meta X mit springender Stunde und Zeiger in Tomatenrot – mit Saphirglas,Tomatendichtigkeit bis 20bar und abwaschbarem Lederband mit Kautschukbeschichtung.

Genau eine Stunde, von 11 bis 12 Uhr, dauert die Tomatenschlacht, bei der sich alle Teilnehmer gern an die Regel halten, die Früchte vor dem Wurf in der Hand zu zerquetschen, um Blessuren zu vermeiden. So matscht es ja auch noch schöner. Anschließend halten die Einwohner Wasserschläuche bereit, um ihre Besucher zumindest grob vorzureinigen. Die revanchieren sich, indem sie dabei helfen, die Straßen von Buñol wieder halbwegs zu säubern.

Menschen bewerfen sich mit Tomaten auf der Tomatina in Bunol, Spanien
Alte Kleidung empfohlen: Bei der Tomatenschlacht wird erst gequetscht, dann geworfen. Übrig bleibt – Ketschup.

Auch der große, schmutzige Tabubruch hat also seine festen Regeln. Aber die sorgen eben nicht nur für etwas Sicherheit und mindeste Hygiene. Sie geben der Tomatina ihre Form, machen aus dem wilden Event ein wunderbares Ritual.

„Rituals of the world – Rituals of time“

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