Watch of the Month – Astroscope

Für Sternengucker, Mythenjäger, Sprachforscher und alle, die aufs Große ganze sehen.

MeisterSingers zweite astronomische Uhr hat gleich bei ihrer Vorstellung auf der diesjährigen Münchner Inhorgenta für eine Menge Aufsehen gesorgt. Und für uns ist die Astroscope natürlich die Uhr des Monats.

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Die Uhren von MeisterSinger zeigen mit ihrem einzelnen Zeiger seit jeher das Wesentliche, den Lauf des Tages. Für ihre Besitzer hat das den Vorteil, dass sie nicht vom Sekunden-Klein-Klein gehetzt werden. Und gestalterisch schlägt sich dieses Prinzip in einer klaren, radialen Geometrie nieder, intuitiv abzulesen wie eine alte Sonnenuhr.

Die Astroscope folgt uralten Regeln der Astronomie und ist doch ein echtes Novum.
Die Astroscope folgt uralten Regeln der Astronomie und ist doch ein echtes Novum.

Uralte Regeln, brandneues Prinzip

Die Astroscope scheint dagegen auf den ersten Blick kompliziert, ehrlich gesagt sogar ein wenig unaufgeräumt. Aber sie steht in derselben antiken Tradition der Sonnenuhren; folgt uralten Regeln der Astronomie – und nutzt sie für eine Wochentagsanzeige, wie es sie noch niemals gab.

Seit altersher, seit der Zeit der Babylonier, wird die Zeit in Wochen zu sieben Tagen eingeteilt, jeder ist mit einem von sieben Himmelskörpern assoziiert: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn. Unser heutiger Kalender lässt sich bis zu den Römern zurückverfolgen. Es waren ihre Götterwelt, sowie Sonne und Mond, die den Monaten und Tagen ihren Namen verliehen. Die englischen und deutschen Bezeichnungen der Wochentage sind den römischen eng verwandt. Nur standen hier nicht die römischen Götter Pate, sondern ihre Entsprechungen aus der nordischen Götterwelt. Máni, der Mondgott, verlieh dem Montag seinen Namen. Der Dienstag stand in Rom mit dem Mars in Verbindung. Im Englischen leitet sich der Name Tuesday vom nordischen Kriegsgott Tiw ab. Während die Römer den Mittwoch nach dem Gott Merkur nannten, leitet sich der englische Name Wednesday von Odin ab, in der alten Variante „Woden“. Jupiter war der höchste Gott im alten Rom und der Herr über Blitz und Donner. Sein nordisches Pendant, Thor oder Donar, lieh dem Donnerstag im Englischen wie im Deutschen seinen Namen. Der Freitag ist seit jeher mit Venus verbunden, der Göttin der Liebe. Dem entsprechen die Namen Friday und Freitag; Frigg oder Freya hatten in der nordischen Religion dieselbe Funktion. Unser sechster Tag bildet eine Ausnahme: Während die deutsche Bezeichnung Samstag auf den hebräischen Schabbat zurückgeht, ist im englischen Saturday der römische Namenspate Saturn erhalten geblieben. Schließlich gab Sunna, die nordische Sonnengöttin und Schwester Mánis, dem Sonntag ihren Namen.

Montag-Mond ☽

Dienstag-Mars ♂

Mittwoch-Merkur ☿

Donnerstag-Jupiter ♃

Freitag-Venus ♀

Samstag-Saturn ♄

Sonntag-Sonne ☉

Hier dreht sich alles um die Wochentage.
Hier dreht sich alles um die Wochentage.

Seltene Konstellation, einmaliges Talking Piece

Jeweils ergänzt um das überlieferte Symbol des zugehörigen Himmelskörpers, stehen die Wochentage auf dem Zifferblatt der Astroscope. Daneben findet sich jeweils ein kreisrundes Fenster, dass am entsprechenden Tag hell unterlegt wird. Das wäre soweit klar und kaum erklärungsbedürftig, stünden sie auch in der üblichen Reihenfolge. Das tun sie aber nicht, weswegen der helle Punkt im Lauf der Woche hin und her zu springen scheint – und die Besucher an unserem Münchener Messestand unermüdlich an der Krone drehten, um sich das Schauspiel im Schnelldurchlauf anzusehen.

Die Stellung auf dem Blatt aber ist natürlich kein Gag, sondern würdigt die durch Jahrtausende tradierte Verbindung von Wochentagen und Himmelskörpern mit dem Abbild ihrer Konstellation im Jahr 2020: Seit langem sind sie dann wieder einmal gemeinsam am nächtlichen Firmament zu sehen – mit Ausnahme der Sonne natürlich. Aber deren Wochentag spielt ja ohnehin immer eine Sonderrolle.

MeisterSingers Astroscope: ein Zeiger für Sternengucker.
MeisterSingers Astroscope: ein Zeiger für Sternengucker.

Tage mit Bedeutung

Man kann also eine Menge zur Astroscope erzählen; über Geschichte, Wissenschaft, Sprache und Uhrmacherei. Man kann dabei ja auch ruhig verraten, dass der Tages-Punkt natürlich nicht wirklich hin und her springt, sondern dass unter dem Zifferblatt eine Wochentags-Scheibe, mit mehreren hellen Punkten darauf, Tag für Tag um einen Schritt weiterrückt: immer rundherum, genau wie auch in der Himmels-Mechanik üblich.

Man kann sich aber auch still an den sorgfältig ausgearbeiteten Details des Zifferblatts erfreuen. Und daran, dass man, nach kurzer Eingewöhnung, die Tage nicht linear abliest, sondern auf eine Art, die ihnen eine eigene Bedeutung verleiht. Spätestens dann ist klar, dass die Astroscope eine typische MeisterSinger-Uhr ist: weil sie das große Ganze zeigt.

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